CityANZEIGER 09.01.2019

Birgit Naujoks, Geschäftsführerin des Flüchtlingsrates NRW, hält Vortrag zum Tag der Menschenrechte vor den drei Soroptimist International Clubs in Dortmund

“Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren.“

Soroptimist International ist eine lebendige, dynamische und die weltweit größte Organisation berufstätiger Frauen in Führungspositionen, die sich als „sorores optimae“ bezeichnen. Schwestern, die das Beste für Frauen im gesellschaftspolitischen Sinne erreichen wollen. Gegründet wurde Soroptimist International im Jahr 1921 in den USA und 1930 in Deutschland. Inzwischen gibt es weltweit über 93.000 Mitglieder. Sie setzen sich für die Rechte von Frauen und Mädchen ein, damit sie ihre individuellen und sozialen Möglichkeiten ausschöpfen, ihre Wünsche realisieren und gleichberechtigt mitwirken bei der Schaffung starker und friedlicher Gesellschaften weltweit.


Der 10. Dezember wird seit 1948 als „Internationaler Tag der Menschenrechte“ begangen. Er ist der Gedenktag zur „Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte“, die genau vor 70 Jahren durch die Generalversammlung der Vereinten Nationen in Paris verabschiedet wurde. Diese Erklärung beinhaltet Empfehlungen der Vereinten Nationen zu den allgemeinen Grundsätzen der Menschenrechte. Alle drei Dortmunder SI Clubs nehmen gemeinsam jedes Jahr diesen Tag zum Anlass, die Menschenrechtssituation weltweit kritisch zu betrachten und auf aktuelle Brennpunkte hinzuweisen. Am 10. Dezember 2018 wurde die Veranstaltung vom Club Dortmund, - dem ältesten der Dortmunder SI Clubs – organisiert. Frau Birgit Naujoks, Geschäftsführerin des Flüchtlingsrates NRW, konnte als Vortragende gewonnen werden.

Das Thema des Vortrages:„Artikel 16 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte: Recht auf Familie als Menschenrecht - ausgesetzt für Flüchtlinge?“

Die Clubschwestern der drei SI Clubs und zahlreiche Gäste erhielten einen interessanten Überblick über die Situation und Probleme der Flüchtlinge und die Zahlen zur Familienzusammenführung. Von einigen Tausend Anfragen kommt es nur bei einigen Hundert zu einem positiven Ergebnis. Es gibt viele Hürden, die häufig dazu führen, dass Flüchtlinge verzweifelt wieder zurückkehren in die Unsicherheit der Kriegsgebiete, um bei ihren Familien zu sein und diese unterstützen zu können, vor allem. wenn kleine Kinder und alte Eltern zunächst zurückgelassen werden mussten, weil sie für die anstrengende und lebensgefährliche Flucht nicht kräftig genug waren. Nicht nur für die Flüchtlinge, auch für Frau Naujoks und ihre Kolleginnen und Kollegen immer wieder eine zutiefst erschreckende und frustrierende Situation.

Die Präsidentin Beata Kulicki bedankte sich herzlich im Namen der Teilnehmerinnen für den informativen und aufrüttelnden Vortrag. Eine lebhafte Diskussion schloss sich an.

Lokalkompass 06.01.2019

Bunte Schule Ein Bild bittet um Hilfe

Text:  Jutta Geißler-Hehlke

Soroptimist International Club Dortmund fördert seit vielen Jahren die "Bunte Schule", ein ehrenamtliches interkulturelles Projekt mit waldorfpädagogischer Stadtteilarbeit in der Dortmunder Nordstadt.

Die „Bunte Schule" (seit 2011) ist anerkannter Träger der freien Kinder- und Jugendhilfe und wird ausschließlich durch Spenden finanziert.
Hier werden überwiegend Kinder mit Migrationshintergrund in ihrer schulischen Laufbahn und im sozialen Umfeld unterstützt. Integration, Zusammengehörigkeit und Verantwortungsgefühl wachsen bei den pädagogisch geleiteten Spielen und kreativem Arbeiten.
Die „Bunte Schule" hat das Ziel, mit Kindern und Eltern unterschiedlicher Herkunft, Begegnungen und Verständigung anzubahnen und zu pflegen.

Unter Anleitung von ausgebildeten Pädagogen und Therapeuten treffen sich Kinder der Nordstadt nach ihrem Regelunterricht in den Räumen der „Bunten Schule", um dort Hilfe bei den Hausaufgaben zu bekommen, zu spielen, zu musizieren, zu werken, zu malen, etc.
Jedes Kind wird in seinen besonderen Fähigkeiten bestärkt, ermutigt und gestützt. Die Eltern werden ebenfalls einbezogen.

Der Soroptimist International Club Dortmund und die Deutsche Bank unterstützen die Arbeit der „Bunten Schule". Schon zum zweiten Mal ist sie das Hauptprojekt des SI Clubs Dortmund., der fest davon überzeugt ist, dass Kultur und Bildung bei den Kindern mit Migrationshintergrund der Schlüssel zur Integration ist?

Dieses Bild (Foto) wurde von den Kindern der „Bunten Schule" in der Dortmunder Nordstadt geschaffen. Viele Kinder malten je ein Bild, das zu einem großen Bild zusammengefügt wurde, um auf die Situation hinzuweisen. Es kommen vermehrt Kinder in die Bunte Schule, sodass die Arbeit ehrenamtlicher Mitarbeiter*innen schon lange nicht mehr ausreicht, um allen die intensive Aufmerksamkeit zu geben, die nötig ist.

Kinder und Mitarbeiter wünschen sich, dass für ein weiteres Jahr in der Bunten Schule die halbe Stelle einer hauptamtlichen Mitarbeiterin, die intensiv mit den Kindern arbeitet, finanziert werden kann. Die Kosten würden sich auf ca. 20.000 Euro belaufen.

Die Deutsche Bank hat durch die Vermittlung des SI-Clubs Dortmund in ihrem Kundenfoyer an der Betenstraße, das zusammengefügte große Bild ausgestellt (Foto). Sie möchte ihre Kunden für die Bunte Schule, ihren Wert und ihre Situation interessieren und sie zur Unterstützung motivieren. Jede noch so kleine Spende ist willkommen, um das große Ziel von 20.000 Euro zu erreichen.

www.bunte-schule-dortmund.de
www.soroptimist-dortmund.de
Spendenkonto: „Bunte Schule":
Förderverein Interkulturelle Waldorfinitiativen Ruhrgebiet e.V
IBAN:DE05430609674030881900
Stichwort: „Bild“

SI Club Dortmund wird weiterhin die Bunte Schule mit Spielzeug, Büchern und Mal- und Bastelmaterial unterstützen und bewundert die Erfolge und die hervorragende Arbeit der ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich mit großem Einsatz und Hingabe dieser Tätigkeit widmen.

 

Lokalkompass 15.07.2018

Soroptimist International Club Dortmund verleiht Förderpreis für hochbegabte Querflötistin

Den Förderpreis für Kunst und Kultur 2018 verlieh der SI Club Dortmund Ende Juni an die Masterstudentin Kelly Kicken vom Orchesterzentrum Dortmund. Beata Kulicki, Präsidentin des Clubs, überreichte den mit 1000 Euro dotierten und vom Hilfswerk des Dortmunder Clubs finanzierten Preis an die Querflötistin.


Damit würdigte der SI Club Dortmund die herausragenden musikalischen Fähigkeiten der 32-jährigen Niederländerin, die ihr Masterstudium mit Auszeichnung abgeschlossen hat, ebenso wie ihr soziales Engagement, Flüchtlingsfamilien und Gefängnisinsassen mit Musik eine neue Perspektive zu vermitteln.

Die Preisverleihung fand im Rahmen des Semesterabschlusskonzerts im Orchesterzentrum Dortmund statt. Unter der Leitung der argentinischen Dirigentin Cecilia Castagneto stellte Kelly Kicken ihr außergewöhnliches Können sowohl im Zusammenspiel mit großem Orchester als auch Solo unter Beweis.

Beata Kulicki, selbst studierte Musikerin und Leiterin einer Musikschule in Dortmund, betonte in ihrer Laudatio, welch langen und beschwerlichen Weg professionelle Musiker im klassischen Fach bis zur Meisterklasse bereits beschritten haben.

Noch vor dem Studium hat Frau Kicken eine Musikschule in Belgien besucht, wo sie neben Querflöte auch Orgel und Gesang gelernt hat. Nach dem Abitur begann sie ihr Bachelor-Studium mit pädagogischem Schwerpunkt am Conservatorium in Tilburg. Es folgte das Masterstudium mit künstlerischem Schwerpunkt am Conservatorium in Amsterdam. 2015 begann sie das Masterstudium am Orchesterzentrum NRW in Dortmund und studierte an der Robert-Schumann-Musikhochschule in Düsseldorf. Parallel hat sie an verschiedenen Orchesterprojekten teilgenommen und hilft bis heute als Flötistin in vielen philharmonischen Orchestern aus.

Präsidentin Beata Kulicki: „Alleine dieser Werdegang ist schon beeindruckend. So wundert es mich auch nicht, dass Frau Kicken 2014 eine Stipendiatin der Prins-Bernhard-Kulturstiftung und Stipendiatin der Niederländischen-Musikinstrumenten-Stiftung wurde und seit 2016 das Deutschlandstipendium bekommt.

Aber nicht nur ihre hervorragenden Leistungen als Studentin, sondern auch ihr soziales Engagement hat sie, als unsere Preisträgerin, qualifiziert. Noch vor dem Studium begleitete sie auf der Orgel einen Kirchenchor und leitete einen Kinderchor in ihrem Heimatdorf. Seit 2013 ist sie Mitglied der „Ricciotti Ensemble“, mit dem sie ehrenamtlich in vielen sozialen Einrichtungen spielt, z.B.: in Gefängnissen, Flüchtlingslagern, psychiatrischen Kliniken oder Institutionen für Kinder mit besonderer Behinderung.

Liebe Frau Kicken, ich beglückwünsche Sie ganz herzlich im Namen des Soroptimist International Clubs Dortmund zu Ihren herausragenden Leistungen und wünsche Ihnen viel Erfolg, Ihren beruflichen Traum als Flötistin in einem Orchester zu verwirklichen und alles Gute auch für Ihre private Zukunft.“

 

Schmerztherapie

Vortrag für Soroptimist International Club Dortmund im Wittekindshof

Daniela Fischer, Oberärztin der Klinik für Schmerzmedizin am Klinikum Dortmund

Soroptimist International - gegründet 1921 - ist die weltweit größte Organisation berufstätiger Frauen. Hergeleitet ist der Name aus dem lateinischen „sorores optimae“, beste Schwestern. Die Mitglieder verstehen sich als Frauen, die das Beste im gesellschaftspolitischen Sinne erreichen wollen.

Soroptimist International Club Dortmund veranstaltet regelmäßig Clubabende mit Vorträgen hochkarätiger Referenten zu relevanten Themen. Hierzu werden die anderen SI Clubs und interessierte Gäste eingeladen. Dieses Mal stieß ein Vortrag zur Schmerztherapie auf sehr starkes Interesse.
Schmerz ist ein Thema, das jeden angeht und zu dem jeder Kontakt hat, sei es als Betroffener oder als Mitleidender bei Angehörigen oder Freunden

Daniela Fischer, Fachärztin für Anästhesie, Oberärztin der Klinik für Schmerzmedizin am Klinikum Dortmund und Leiterin der stationären multimodalen Schmerztherapie hielt den überaus informativen Vortrag. Sie beantwortete ausführlich und verständlich Fragen wie z.B. „Was ist Schmerz?“, „Wie wird Schmerz behandelt?“
Sie ging auf den Unterschied zwischen akutem und chronischem Schmerz?“ ein und wies darauf hin, dass akute Schmerzen in der Regel durch medizinische und physikalische Maßnahmen gut behandelbar und ein Zeichen, „dass irgendetwas im Körper nicht stimmt“ sind.

Chronische Schmerzen unterliegen immer körperlichen, psychischen und sozialen
Einflüssen und „sollten entsprechend den vielfältigen Ursachen mit einer Kombination aus sich ergänzenden Verfahren behandelt werden, die körperliche, seelische und soziale Aspekte umfassen (multimodale Therapie).“

Diese fachübergreifende Therapie muss auf die individuellen Krankheitsanteile des
einzelnen Patienten zugeschnitten sein. Die aktive Beteiligung des einzelnen Patienten ist notwendig. Fischer: „Ziel jeder Schmerzbehandlung ist eine aktive Teilnahme am täglichen Leben.“

Frau Fischer stellte auch die Schmerzklinik am Klinikum Dortmund und ihr äußerst motiviertes, kompetentes und den Patienten zugewandtes Team von Ärzten, Psychologen und Physiotherapeuten vor, die immer gemeinsam und ergänzend an jedem einzelnen Fall arbeiten. Dadurch entstand ein guter Überblick über die Arbeit und Möglichkeiten der Klinik.

Die Clubschwestern und Gäste waren beeindruckt von Frau Fischers Fachkompetenz und ihrer Hingabe an die Arbeit mit Schmerzpatienten. Ein rundum gelungener Abend mit viel hilfreicher Information.

Text: Jutta Geißler-Hehlke
Foto: Bettina Brökelschen

Quelle: Lokalkompass, 19.07.2017

Verleihung des Förderpreises 2017

Vergabe des Förderpreises des Soroptimist International Club Dortmund an Flötistin Nadja Frey im Orchesterzentrum NRW

Soroptimist International ist die weltweit größte Organisation berufstätiger Frauen.
Hergeleitet ist der Name aus dem lateinischen „sorores optimae“, beste Schwestern.
Die Mitglieder verstehen sich als Frauen, die das Beste im gesellschaftspolitischen Sinne erreichen wollen.
Gegründet wurde Soroptimist International im Jahr 1921 in Oakland, Kalifornien. Der erste deutsche Club wurde 1930 in Berlin gechartert. Inzwischen gibt es weltweit in 132 Ländern rund 80.000 Mitglieder. In Deutschland sind es 200 Clubs mit rund 6.300 Mitgliedern.

Zu den Zielen der Organisation gehört auch, dass Frauen und Mädchen verstärkten Zugang zu schulischer und außerschulischer Bildung erhalten, dass sie wirtschaftliche Unabhängigkeit erreichen können und zukunftsfähige Berufschancen haben. Hier sieht Soroptimist International auch in Zukunft noch viel Förderungsbedarf.

Seit vielen Jahren vergibt der Club Soroptimist International Dortmund vier Förderpreise, dotiert mit je 1.000 Euro, an fachlich herausragende Absolventinnen der Fachhochschule, der technischen Universität, der Handwerkskammer und der Industrie- und Handelskammer. Nun konnte diese Preisvergabe auf den Kunstbereich erweitert werden.

Die feierliche Verleihung des Förderpreises durch die Clubpräsidentin Martina Naujoks an die Flötistin Nadja Frey fand im Kammermusiksaal des Orchesterzentrums NRW an der Brückstraße 47 in Dortmund statt.

Mit dem Kunstförderpreis werden die besonderen Leistungen von Nadja Frey gewürdigt. Nach Abschluss ihres Bachelor-Studiums (Bachelor of Music) mit Hauptfach Querflöte schloss sie ihren Masterstudiengang (Master auf Music) mit einem Abschlusskonzert der Note 1,0 ab. Sie hat zahlreiche Meisterkurse absolviert und an verschiedenen internationalen Orchesterprojekten teilgenommen.

Aber nicht nur ihre hervorragenden musikalischen Leistungen, sondern auch ihr soziales Engagement haben sie als Preisträgerin qualifiziert. Sie spielt ein- bis zweimal monatlich im Gottesdienst ihrer Kirchenband, hilft ab und an beim Kindergottesdienst mit und ist Leiterin einer Bibelgruppe, die einmal wöchentlich stattfindet

Clubpräsidentin Martina Naujoks beglückwünschte Nadja Frey sehr herzlich zu ihren herausragenden Leistungen und wünscht ihr im Namen des Soroptimist Clubs Dortmund alles Gute für die Zukunft und dass sie ihre beruflichen Ziele als Flötistin in einem Orchester und einer Karriere als Kammermusikerin erreichen kann.

Danach folgte das Kammerkonzert zum Semesterabschluss:
Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) Flöte und Orchester
D-Dur KV 314: Allegro aperto / Adagio non troppo / Rondo.
Allegretto und Sinfonie Nr. 29 A-Dur KV 201: Allegro Moderato / Andante / Menuetto / Allegro con spirito

Der zauberhafte Abend klang in einer musikalisch-kulinarischen Sommernacht im schönen Rahmen des Innenhofs des Orchesterzentrums aus.

Text: Jutta Geißler-Hehlke
Fotos: Bettina Brökelschen

Quelle: Lokalkompass, 03.07.2017


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